Artikel auf GA online, 14. Juli 2018

Umzug in Rhauderfehner Museum geplant

Von Marion Janßen

Das Sonnabend-Quartier soll für die Touristinfo in Rhauderfehn zur Dauerlösung werden: Das Fremdenverkehrsbüro könnte im nächsten Jahr seinen festen Platz am Rajen in der Villa Graepel finden.

Sommertags gehen die Rhauderfehner Touristiker „auf Reisen“: Immer sonnabends ziehen Miriam Kulessa und Maike Sanders – die sonst im Bürgerbüro im Rathaus ihren Arbeitsplatz haben – in das Fehn- und Schiffahrtsmuseum. Dort könnten sie in absehbarer Zukunft auch dauerhaft anzutreffen sein.

Von Juni bis September können sich Urlauber sonnabends von 10 bis 14 Uhr im Museum mit Informationen zu Unterkünften und Attraktionen in der Umgebung eindecken. Das ist mittlerweile im dritten Jahr so. Der Grund: Im Rathaus ist nur jeden zweiten und dritten Sonnabend im Monat von 10 bis 12 Uhr das Bürgerbüro, und somit auch die Touristinformation, geöffnet. „Das reicht nicht“, fanden Sanders und Kulessa und wichen an den Sonnabenden ins Museum in der Villa Graepel aus.

Auch das Konzept des Museums wird erneuert

„Die Besucher fanden diese Herberge sehr gut“, resümiert Ordnungsamtsleiter Helwig Weber: „Daraus ist die Idee entstanden, die Touristinformation ganz dorthin zu verlagern.“

Parallel, so Weber, laufen die Bestrebungen, die Konzeption des Museums zu ändern. Dafür wurde ein Fachmann in Sachen Museumsarbeit eingestellt, der noch in diesem Jahr antritt. „Er hat die Kompetenz in Sachen Museumskonzept.“ Die Vermarktung des Museums hingegen sei schon immer auch Sache der Touristikerinnen gewesen. „Das lässt sich gut aus einer Hand wahrnehmen“, so Weber. So könnten Sanders und Kulessa etwa zu den Öffnungszeiten des Fremdenverkehrsbüros auch die Eintrittsgelder für das Museum mit kassieren. „Da hätte der Heimatverein Zeiten gespart, in denen er die Kasse besetzen muss.“ Der neue Leiter, die Tourismusfachleute und die Ehrenamtlichen des Heimatvereins „können gemeinsam Wertvolles leisten“.

Heimatverein ist einverstanden

Dazu komme, so Weber, dass im Bürgerbüro die Rhauderfehner mit ihren Anliegen direkt neben den Urlaubern auf der Suche nach Freizeittipps säßen: „Da treffen ja auch unterschiedliche Mentalitäten aufeinander. Und: Es ist auch einfach laut in dem Raum mit so vielen Arbeitsplätzen“, sagt der Ordnungsamtsleiter. „Wir sind deshalb sehr glücklich, dass der Heimatverein schon gesagt hat, dass er sich das gut vorstellen könnte, die Touristinformation aufzunehmen.“

Wann es soweit sei, stehe noch nicht fest. „Wir wollen ja auch die Politik mitnehmen. Und auch der neue Museumsleiter soll mit einbezogen werden.“ Im Herbst werden die Planungen im Ausschuss für Touristik und Märkte vorgestellt. Die Fragen, wie und in welche Räume genau der Umzug am besten funktioniere, solle aber wohl bis zum Beginn der kommenden Saison, im Frühjahr 2019, geklärt sein. „Dann sind wir gut aufgestellt fürs nächste Jahr“, sagt Weber: „Da wächst etwas Gutes zusammen.“

Artikel im General-Anzeiger, 3. Juli 2018

Interview im General-Anzeiger, 27. Juni 2018

Interview im General-Anzeiger, 20. Juni 2018

Artikel im General-Anzeiger, 20. Juni 2018

Artikel im General-Anzeiger, 18. Juni 2018 (Auszug)

Oll’ Mai in Rhauderfehn

Festakt Ostfriesische Landschaft bereichert das Fehnjubiläum 2019

Von Horst Kruse

Im kommenden Jahr feiern die beiden Ortschaften Westrhauderfehn und Rhaudermoor das 250-jährige Bestehen. Dabei wird es nicht bei einem Festakt bleiben. Das Jubiläumsjahr 2019 wird gespickt sein mit Veranstaltungen aller Art.

„Von Januar bis Dezember wird mit den vielen Veranstaltungen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass wir Jubiläum haben“, sagte Weber. Eine Veranstaltung besonderer Art kam am Sonnabend hinzu: Die Ostfriesische Landschaft aus Aurich hat angeboten, ihr alljährliches Symposium „Oll’ Mai – der alte Mai“ aus Anlass des Fehnjubiläums 2019 in Rhauderfehn auszurichten. Bernt Strenge, Vorsitzender des Heimatvereins Overledingerland, berichtete von der Anfrage aus Aurich.

„Da müssen wir gar nicht lange überlegen, wir freuen uns über diese Anfrage“, sagte Helwig Weber. „Benötigt wird dafür eigentlich ein Festsaal, den es in Rhauderfehn aber nicht gibt“, sagte Bernd Strenge. Aber er habe bereits eine Lösung dafür gefunden. „Es kann in der Hoffnungskirche am Untenende stattfinden“, sagte Bernt Strenge am Sonnabend im Rathaussaal in Rhauderfehn.

Strenge, Vorsitzender des Heimatvereins Overledingerland, der Träger des Fehn- und Schifffahrtsmuseums ist, hatte eine Anfrage der Ostfriesischen Landschaft aus Aurich erhalten und gleich danach Kontakt mit der lutherischen Kirchengemeinde aufgenommen. Arbeit mit der Planung des „Oll’Mai“ werde auf dem Fehn niemand haben, das übernehme die Ostfriesische Landschaft, sagte Strenge.

Interview im General-Anzeiger, 15. März 2018

Artikel im General-Anzeiger, 12. Juni 2018

Artikel im General-Anzeiger, 15. März 2018

Artikel im General-Anzeiger, 29. Januar 2018